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Liebe Leser/innen

„Arbeiten Sie ehrenamtlich für die Diakonie?“, fragte ich letztens jemanden bei einem Außentermin. „Nein“, sagte mein Gegenüber. „Ich übe mit Ahmed nur ein bisschen Deutsch.“ Den Begriff „Ehrenamt“ scheinen viele mit „Institution“ oder „Verpflichtung“ zu verbinden. Das kann es natürlich sein, sofern man die Vorzüge der Rahmenbedingungen schätzt wie z. B. versichert sein. Für viele andere ist es einfach Nachbarschaftshilfe – eine nette Geste oder jemandem einen Gefallen tun. Ehrenamtliches Engagement muss keine Daueraufgabe sein. Groß ist auch die Bandbreite der Tätigkeiten und Einsatzfelder. Ganz unterschiedliche Talente und Kompetenzen sind gefragt. Vielfalt gehört zum Bürgerschaftlichen Engagement.

Begegnung statt Verpflichtung – auf diesem Grundstein baute meine Kollegin Susanne Bartsch ihre „Kontaktpunkte“ in der Kirchengemeinde Gochsheim auf. Zum Gottesdienst kamen Personen, die sich Kontakt mit anderen Menschen wünschten. Tatsächlich haben sich Seelenverwandte gefunden, die gemeinsam Zeit verbringen und Interessen teilen. Diese Aktion führt sie nun mit Monika Hofmann fort. Am 13. Mai wird es ein Treffen im Mehrgenerationenhaus Schweinfurt geben.

Können Sie sich vorstellen, wie es ist, wenn man seine Nachbarn nicht versteht? Für viele unserer neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist das leider Realität. Als Erwachsener eine komplett neue Sprache oder Schriftzeichen zu lernen, kann eine große Herausforderung sein. Mit einer Sprechstunde zur Sprachförderung möchten wir aufkommende Schwierigkeiten beim Deutschlernen an der Wurzel packen. Klopfen Sie einfach an unsere Tür, wenn es irgendwo brennt. Eine/r von uns hat immer ein offenes Ohr. Auf eine gelungene Nachbarschaft!

Mit freundlichen Grüßen